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wissenschaftliche Arbeiten schreiben - das richtige Verfassen

 

Während des Studiums spielt das Abfassen von Referaten, Abstracts, Protokollen, Seminararbeiten und vor allem Abschlussarbeiten (z. B. Diplom- und Magisterarbeiten oder Dissertationen) eine zunehmend wichtigere Rolle. Die Abschlussarbeit soll zeigen, dass der Studierende in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus seinem Fach mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu bearbeiten und zu lösen. Doch woher weiß man eigentlich, wie man solche Arbeiten richtig verfasst? Wenn man Glück hat, wird eine Übung zur Propädeutik an der Uni angeboten. Bei diesen Kursen lernt man, meist im Lauf eines Semesters, die Richtlinien des wissenschaftlichen Arbeitens kennen. Man besucht unter anderem Bibliotheken, um die Angst vor der Recherche zu verlieren, oder man lernt den Aufbau einer Arbeit an Beispielen kennen.

 

Was gilt es also zu beachten, wenn man eine Arbeit nach allgemein gültigen Standards schreiben will/muss?

Ob man will oder nicht - zunächst muss man sich mit der Literatur beschäftigen, in der Erkenntnisse anderer Wissenschaftler, die für die eigene Arbeit relevant sind, beschrieben sind. Dabei ist es wichtig, den "state of the art" zu erkennen, um nicht mit viel Mühe eine Arbeit zu schreiben, die in ihrem Erkenntnisstand nichts Neues enthält.

In jedem Fall sind Sie gefordert, Ihren eigenen Beitrag zu leisten und ihn verständlich darzustellen. "Verständlich" heißt zunächst einmal, sprachlich verständlich zu schreiben. Der Aufbau Ihrer Arbeit, die Vorgehensweise, die Argumente und Schlussfolgerungen sollen logisch und nachvollziehbar sein (siehe auch Planen und Vorbereiten), wissenschaftliche Aussagen klar, widerspruchsfrei und nachprüfbar. Grundsätzlich werden keine Behauptungen aufgestellt, die nicht belegt werden können.

 

Hervorragende Tipps von Anfang bis Ende einer Diplomarbeit finden Sie auch hier:

http://www.arbeitschreiben.de/beginn.htm

http://www.uni-paderborn.de/cs/ag-boettcher/diplomarbeiten/diplomarbeiten_schreiben.html

 

 

Literatursuche

Zu Beginn einer Arbeit (sobald man sich über das Thema im Klaren ist - siehe Planen und Vorbereiten) stellt sich meistens die Frage: "Welche Literatur kann ich zur Ausarbeitung verwenden und woher bekomme ich sie?"

In der Regel können alle Arten von Literatur verwendet werden, solange Sachnähe zum Thema gegeben ist und dem wissenschaftlichen Anspruch Genüge getan wird.

 

Literaturquellen

 

Primärliteratur/Sekundärliteratur

Man unterscheidet zwischen der so genannten Primärliteratur (beschäftigt sich direkt mit einem Sach- oder Problemgebiet, also Forschungsberichten oder wissenschaftlichen Abhandlungen) und der Sekundärliteratur (z. B. Bibliographien, die Literatur über bestimmte Themenbereiche beinhalten und einen Überblick über die vorhandene Literatur schaffen sollen).

 

Bibliotheken

Der erste Weg führt sicher in die Bibliothek der eigenen Fachhochschule oder Universität. Mit der Kennzeichnung der einzelnen Themengebiete kennen sich wahrscheinlich nur so richtig die Damen und Herren vom Fach aus. Und auch die Einführungskurse in die Benutzung der Bibliotheken nutzen Studenten erfahrungsgemäß eher nicht. Aber die Tatsache, dass man jetzt da durch muss, ist auch schon etwas wert. Nach und nach bekommt man den Überblick - zumindest für sein Fachgebiet.

Mittlerweile sind auch alle Bibliotheken mit elektronischen Recherchesystemen (OPAC = Online Public Access Catalog) ausgestattet, so dass theoretisch alles gefunden werden kann, wenn man die richtigen Suchstrategien anwendet. Über das Internet kann man zusätzlich in vielen anderen Bibliothekskatalogen nach Informationen suchen.

Bibliothekskatalog: Den größten Anteil an der zur Hausarbeit verwendeten Literatur stellen Bücher dar. Bei intensivem und langwierigem Gebrauch empfiehlt es sich, sie zu kaufen (vor allem Grundlagenwerke, die man schon in den Anfängen des Studiums braucht und im Laufe seines Studiums dann immer wieder verwenden kann). Dies ist aber letztendlich eine Geldfrage. Ansonsten recherchiert man im Bibliothekskatalog, der alle Werke verzeichnet, die in der jeweiligen Bibliothek vorhanden sind (Achtung: Sammelwerke werden meistens nur als Gesamtwerk angegeben). Man findet Kataloge in Form von Karteien, Mikrofilmen oder EDV-gespeicherten Datensätzen. Ein Katalog ist entweder alphabetisch oder sachlich geordnet. Der alphabetische Katalog listet die Buchtitel von A bis Z nach dem Namen der Autoren oder Herausgeber auf. In Sachkatalogen kann man nach Schlagworten (thematischer Überbegriff) und nach Sachgebieten suchen. Mittlerweile gibt es auch eine Kombination aus den genannten Katalogen, den Kreuzkatalog, der nach den Verfassernamen, Schlagworten und Stichworten (Begriff aus dem Buchtitel) sucht. Man kann die Bücher oder andere Werke im Lesesaal durcharbeiten oder die Bücher nach Hause ausleihen (kostenpflichtig). Außerdem gibt es noch die Möglichkeit der Kopierbestellung, wenn man z. B. einen Aufsatz aus einem Buch braucht, das nicht ausgeliehen werden darf.

Aufsätze

Häufig werden auch Aufsätze aus Sammelwerken oder aus Zeitschriften und Zeitungen verwendet (Periodika). Hier werden oft neueste Ansätze aufgezeigt und wissenschaftliche Diskussionen publiziert. Meistens gibt es so genannte Jahrgangsverzeichnisse, die nach Stichworten oder Themenbereichen sortiert sind.

 

Schriftenverzeichnisse

Viele Universitäten geben Schriftenverzeichnisse heraus, die neu angeschaffte Werke beinhalten.

 

Zeitungsarchiv

Hilfreich kann auch die Recherche in einem Zeitungsarchiv sein, um auf hochaktuelle Ergebnisse zu stoßen. Aber Achtung, das kann teuer werden!

 

Schneeballsystem

Beim so genannten Schneeballsystem sucht man in den Fußnoten oder im Literaturverzeichnis eines Buches zum Arbeitsthema nach weiteren Autoren, die sich zu demselben Thema geäußert haben. Doch Vorsicht, man kann sich dabei schnell im Kreis drehen, wenn die herangezogenen Verfasser sich ständig gegenseitig zitieren und keine neuen Ansichten "von außen" beachtet werden.

 

Kostenlose Literaturlisten

Oft geben auch Interessenorganisationen kostenlose Literaturlisten heraus. Wenn eine themenspezifische Bibliothek vorhanden ist, kann diese eventuell auch frequentiert werden.

 

Internetrecherche

Eine wichtige Rolle bei der Literatursuche spielt auch das Internet. Die Rechenzentren vieler Hochschulen bieten den Studenten einen kostenfreien Zugang zum Internet an. Über Suchmaschinen (z. B. Google, Fireball, Altavista), Metasuchmaschinen (die Suchanfrage geht an mehrere Suchmaschinen, das Ergebnis wird zusammengefasst) und Internetkataloge (z. B. Yahoo) lässt sich so einiges aufspüren, was zur gesuchten Thematik passen könnte. Ebenfalls sehr gut fündig wird man in den (leider meist kostenpflichtigen) Internet-Archiven und -Datenbanken.

 

Literaturverarbeitung - Informationen ordnen und auswerten

Vor dem Beginn des Schreibens steht die Literaturverarbeitung. Inzwischen ist ja klar, über welches Thema man schreiben will und wo man überall Informationen herbekommen kann. Um von der Informationsflut nicht erschlagen zu werden, sollte man alles möglichst mit System ordnen und auswerten. Anfangs werden Sie den Eindruck haben, das exakte Aufschreiben und Systematisieren kostet viel Zeit und Sie kommen kaum weiter. Das kann stimmen, ist aber gleichzeitig die wichtigste Aufgabe während der ganzen Diplomarbeit. Wer gut vorgearbeitet hat, wird beim Erstellen der Arbeit die Vorteile zu schätzen wissen.

 

So, nun sitzen Sie also vor einem enormen Berg von Büchern und denken sich: "Das schaffe ich doch nie, das alles zu lesen." Aber auch hierfür gibt es Tricks und Techniken, um wieder Land zu sehen.

 

Lesetechniken

 

Beim kursorischen Lesen (Überfliegen) versucht man, die wichtigsten Aussagen eines Textes so schnell wie möglich herauszufiltern. Am Anfang des Lesens steht die Fragestellung, die das zu bearbeitende Thema betrifft. Anhand dieser Fragestellung erarbeitet man sich Schlüsselbegriffe, die man sich so genau wie möglich einprägt (am besten aufschreibt). Zunächst betrachtet man

- den Titel 
- das Erscheinungsjahr 
- die Auflage 
- das Inhaltsverzeichnis 
- das Vorwort 
- die Einleitung und vor allem 
- die Zusammenfassung

Durch diesen ersten kurzen Überblick kann eventuell schon etwas über die thematische Relevanz des Buches zum eigenen Thema festgestellt werden.
Geht es dann an die "Innereien" des Buches, kann man entweder
senkrecht lesen (der Blick wandert an einer gedachten Mittelachse einer Textspalte nach unten und erfasst die Schlüsselwörter, meist Verben und Substantive) oder diagonal (man sucht nach den wichtigsten Zusammenhängen und Schlussfolgerungen, vor allem Wörter wie "schließlich", "am wichtigsten", "daher", "also" etc.).

  • Studierendes Lesen: Wenn man nun die entscheidenden Stellen eines Buches zum Thema gefunden hat, beginnt das studierende Lesen. Man geht dabei systematisch vor und stellt sich zunächst einige Fragen: Worauf will der Autor hinaus? Welchen Ansatz hat er und welche Fragen liegen zugrunde? Welche Fakten legen die Verfasser vor, um ihre Argumentation zu belegen? Vor allem aber: Welche Informationen im Text sind wichtig für meine Arbeit?

  • Exzerpieren: Nachdem man die wichtigsten Informationen im Text gefunden hat, geht es an das gezielte Exzerpieren (Herausschreiben).

    Am einfachsten ist es, sich die Inhaltsverzeichnisse zu den Kapiteln zu kopieren und dazu Notizen zu machen. Um ein logisches Gefüge in einen zu lernenden Text zu bringen, eignen sich Strukturexzerpte. Dabei werden die wichtigsten Thesen aufgeschrieben und durch Pfeile zueinander in Beziehung gesetzt. Man kann auch Karteikarten verwenden, auf denen man Informationen zu einem Thema festhält und diese Infos dann nach Stichwörtern, Schlagwörtern etc. ordnet.

Wichtig ist vor allem, dass alle Angaben vollständig und zuverlässig sein müssen und die Ordnungssysteme immer auf die gleiche Art und Weise geführt werden.

 

Anordnung der Ergebnisse

Nachdem man genügend Material gesammelt und die wichtigsten Informationen selektiert hat, beginnt die eigentliche Darstellung der Thematik mit eigenen Worten. Grundlage dazu ist eine klare Strukturierung der Arbeitsschritte, die nachvollziehbar sein muss und die Erkenntnisse übersichtlich darstellen sollte.

 

Gliederung

 

Es gibt verschiedene Arten der Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit.

  • chronologische Gliederung (nach dem zeitlichen Ablauf des Geschehens)

  • Gliederung nach Ursache und Wirkung

  • Gliederung vom Allgemeinen zum Besonderen

  • vergleichende (diskursive) Gliederung

  • induktive Gliederung (vom Beweis zur Theorie)

  • deduktive Gliederung (von der Theorie zur Anwendung)

Wichtig ist vor allem, dass der Leser einen guten Überblick bekommt über die Auseinandersetzung mit dem Thema, die verschiedenen Arbeitsschritte und Ergebnisse, die der Verfasser anstellt. Die Argumentationskette sollte dem Leser transparent und nachvollziehbar dargestellt werden!

 

Ausarbeitung

Unabhängig von der Zielsetzung und inhaltlichen Typik wissenschaftlicher Arbeiten gibt es bestimmte Regeln für ihre Gestaltung. Diese betreffen die innere (inhaltliche) Darstellung, den äußeren Zustand - also die Materialanordnung und Gliederung - und das Erscheinungsbild/Layout (siehe auch inhaltliche Gestaltung und das Layout).

Wird dem Diplomanden der entsprechende Freiraum gelassen, dienen bestimmte Richtlinien als Vorschlag, als Orientierung. Vorrang haben solche Richtlinien dann, wenn sie von der jeweiligen Hochschule oder Uni herausgegeben werden (sofern vorhanden).

 

Formaler Aufbau

 

Dem Leser sollte eine schlüssig aufgebaute Arbeit präsentiert werden. Es sollten sowohl die Vorgehensweise als auch die Resultate logisch gegliedert und gut überschaubar dargestellt werden.

Eine wissenschaftliche Arbeit besteht im Wesentlichen aus drei Teilen:

 

- den Präliminarien (lat.: Vorbereitung, Einleitung)

- dem Hauptteil und 

- dem Schlussteil

 

Die Grundstruktur soll in folgender Reihenfolge aufgebaut werden:

  • Deckblatt

  • Vorwort

  • Inhaltsverzeichnis

  • Abbildungsverzeichnis (optional, aber empfohlen)

  • Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

  • EIGENTLICHE ARBEIT

  • Anhänge

  • Literatur- und Quellenverzeichnis

  • Ehrenwörtliche Erklärung

 

Im Einzelnen:

 

Die Präliminarien sind relativ umfangreich und beinhalten

 

- das Titelblatt (Deckblatt)

  • Titel (ggf. Untertitel der Arbeit)

  • Vorname und Name des Verfassers

  • Name und Standort der Universität

  • Name und Standort des Instituts

  • Ort, Datum

  • Art und Bezeichnung der Veranstaltung (optional)

  • Name der Seminarleitung (optional)

  • Anzahl der Fachsemester des Verfassers (optional)

  • Studienfächer des Verfassers (nur bei Seminararbeiten) (optional)

  • Abgabetermin der Arbeit (optional)

- die Widmung (optional)

  • Danksagung an Personen oder Institutionen, die den Charakter der Arbeit geprägt haben (vorwiegend bei Abschlussarbeiten)

- das Herausgeberwort/Geleitwort

  • persönliche Gründe zur Themenwahl, Anregungen, die zur Entstehung führten

  • Erwartungen, die mit dem Thema verknüpft sind

  • Schwierigkeiten, die auftreten könnten

anders ausgedrückt: 

  • Worin bestand die Aufgabe, was war das Ziel?

  • Wurde das Ziel erreicht? Wenn nein oder nicht ganz: Warum nicht, was müsste noch getan/geändert werden, um das Ziel zu erreichen?

  • Was war die eigene Leistung?

Das Vorwort gibt ebenfalls Hinweise darauf, woher die Anregung zu dieser Arbeit kam (Dozent, Student, Firma, ...), Pauschalhinweise auf verwendete Literatur, Hinweis auf/Dank für die Bereitstellung technischer Einrichtungen und andere Hilfestellungen (Interviews o. ä.).

   

Das Inhaltsverzeichnis 

  • Die Strukturierung der folgenden Untersuchung/Arbeit soll dem Leser eine Gesamtübersicht der Arbeit ermöglichen.

  • Kapitel und Unterkapitel werden mit Seitenangabe genannt. 

  • Die Überschriften im Inhaltsverzeichnis müssen formal und inhaltlich mit denen im Text übereinstimmen (das Inhaltsverzeichnis entspricht der Gliederung).

  • Das Inhaltsverzeichnis wird selbst nicht als Kapitel aufgeführt .

  • Anhangteile müssen ebenfalls mit Seitenzahlen angegeben werden. 

 

Tabellenverzeichnis  

  • Seitenzahlen angeben 

  • fortlaufende Nummerierung (in jedem Fall getrennt von den Abbildungs-Nummerierungen)

  • Tabellen sollten im Prinzip allein verständlich sein, im Textteil nochmal erläutert werden 

  • Tabellen bestehen aus Tabellenkopf, Vorspalte, Zeilen (waagerechte Reihen), Spalten (senkrechte Reihen), Fächern

  • im Tabellenkopf steht der Inhalt der Spalten, in der Vorspalte der Inhalt der Zeilen 

  • Tabellen mit Überschrift bzw. Unterschrift versehen 

 

Abbildungsverzeichnis

Abbildungen, Tabellen, Listings: 
Bildnummer, Untertitel des Bildes bzw. der Tabelle bzw. des Listings, Seitenzahl

  • auf Tabellen, Listings und Bilder muss im Text verwiesen werden (ist der Abstand zum Text sehr weit, sollte die Seitennummer mit angegeben werden)

  • Abbildung: andere bildliche Darstellungen, die keine Tabellen sind (oft auch Schaubild genannt) 

  • Seitenzahlen angeben 

  • fortlaufende Nummerierung (in jedem Fall getrennt von den Tabellen-Nummerierungen) 

  • bei Entnahme der Schaubilder aus externen Quellen: Kennzeichnen der Quelle als solche (entweder als Fußnote oder in der Über- oder Unterschrift) 

  • Beispiel für Schaubild aus externer Quelle:
    Abbildung 1: Schaubild zur strategischen Zielsetzung. 
    Quelle: Neuberger 1999, S. 95 

 

Das Abkürzungsverzeichnis

erklärt alle vorkommenden Abkürzungen und Formalzeichen und  

  • ist erforderlich, wenn zum Beispiel aus Vereinfachungsgründen häufig mit Abkürzungen "hantiert" oder zitiert wird (nicht zu empfehlen), die über die Allgemeinkenntnis der Leser hinaus gehen könnten 

  • muss dem Textteil vorangestellt werden 

 

Das Glossar enthält

  • im Textteil verwendete Fachausdrücke oder ungeläufige Begriffe

  • fremdsprachige Begriffe 

 

Einleitung

  • Forschungsstand und bisherige Ergebnisse 

  • Begründung und Eingrenzung des Themas 

  • Formulierung der Fragestellung 

  • Arbeitshypothesen 

  • Zielsetzungen 

  • methodisches Vorgehen bei der Ausarbeitung

  • Gesichtspunkte bei der Materialauswahl 

  • themenrelevante Begriffsdefinition 

  • (eventuelle) geschichtliche Voraussetzungen des Themas

  • Quellenstand 

 

Der Hauptteil besteht aus

  • Durchführungsteil 

  • Erläuterung (schrittweise) und Diskussion der themenrelevanten Hypothesen 

  • Darstellung der Ergebnisse bzw. Problemlösung 

 

Schlussteil

  • Zusammenfassung der maßgeblichen Ergebnisse: Schlussfolgerung

  • keine Wiederholungen der im Verlauf gefundenen Einzelerkenntnisse

  • Verortung der Einzelerkenntnisse in den Gesamtzusammenhang 

  • kritische Betrachtung der Forschungsergebnisse 

  • eventuell Vergleich mit Erkenntnissen anderer Forschungsansätze 

  • Welche Ableitungen sind aus den gefundenen Ergebnissen für die wissenschaftliche Weiterarbeit zu ziehen? Welche Entwicklungen sind künftig zu erwarten? 

 

Anhang

Ist der Anhang wirklich nötig? Zuviel Anhang kann so ausgelegt werden, dass der Autor nicht in der Lage ist, das Wesentliche sinnentsprechend zusammenzufassen.

Anhänge werden in der Regel mit Großbuchstaben gekennzeichnet: Anhang A, Anhang B usw. Im Anhang erwähnt werden

  • Materialpositionen, die an den Durchführungsteil anzuhängen sind: weiterführende Materialien 

  • Tabellen, Statistiken 

  • wichtige Originaldokumente

  • Karten

  • Fragebogen im Original

  • Gesetztexte

  • Gesprächsprotokolle

  • Zeitungsausschnitte, Textauszüge

  • Belegsammlungen

  • Zeichnungen, Illustrationen

  • Bild- und Übersichtstafeln

 

Fußnoten

  • in die Fußnoten gehören Angaben, die von Bedeutung für den Haupttext sind, und Quellenangaben - alternativ zur Angabe im Text

  • Verweis auf die Fußnote durch eine hoch gestellte Zahl (Fußnotenzeichen)

  • fortlaufende Nummerierung, beginnend bei 1; bei sehr umfangreichen Arbeiten kann eine Nummerierung seitenweise vorgenommen werden (jeweils mit 1 beginnen), um drei- und mehrstellige Fußnotenziffern zu vermeiden

  • Platzierung auf jeder Seite unterhalb des Textes, da dies am leserfreundlichsten ist 

  • Trennung vom eigentlichen Text durch eine kurze horizontale Linie darüber

  • Fußnoten sollten kurz gehalten werden, da sonst der Lesefluss des Haupttextes gestört wird 

Fußzeilen bitte vermeiden!

 

Formale Gliederungsform

Am häufigsten angewandt wird sicherlich die dezimale Gliederung. Bei der Anordnung gibt es mehrere Möglichkeiten; entscheidend ist die Übersichtlichkeit.

Wichtig: Bei keinem Gliederungspunkt darf nur ein Unterpunkt existieren, d. h. wenn man 1.1 gliedert, muss auch 1.2 vorhanden sein; bei 1.1.1 muss 1.1.2 folgen usw.

 

Seiteneinrichtung

Die Seitenabstände oben, unten, links, rechts sind meistens vorgegeben. Bitte auf ausreichend großen linken Seitenrand achten! Durch das linksseitige Binden der Arbeit wird sonst ein Teil des Textes nicht mehr oder nur mühsam zu lesen sein.

 

Textformatierung

Der einmal gewählte Schrifttyp muss in der gesamten Arbeit für die jeweiligen Abschnitte beibehalten werden.

Standard (Fließtext):

- Times New Roman 12 pt,

- Arial 11,5 pt

Bild-, Tabellen-, Listing-
und andere Über- oder Unterschriften, Fußnoten:

- Times New Roman 10 pt,

- Arial 9 pt,

 

 

Absatzformatierung

Standard (Fließtext):

Blocksatz, 1,5 Zeilen Abstand

Bildunterschriften, Fußnoten:

linksbündig, 1 Zeile Abstand

Zitate:

Umfang über 3 Zeilen: vom Fließtext abgesetzt, z. B. Schrift evtl. kleiner, links und rechts eingerückt, kursiv

 

Überschriften

Bei der Überschriftgestaltung hat der Autor in den allermeisten Fällen relativ freie Hand. Hier kann auch ein anderer Schrifttyp verwendet werden als im Fließtext.

 

Überschrift 1

Überschrift 1

Times New Roman 24 pt, fett oder

Arial 24 pt, fett

Überschrift 2

Überschrift 2

Times New Roman 18 pt, fett oder

Arial 18 pt, fett

usw.

 

Gliederung (Nummerierung)

z. B.

1. Ebene: 1, 2, 3, ...

2. Ebene: 1.1, 1.2, ..., 2.1, 2.2 ...

3. Ebene: 1.1.1, 1.1.2, ... 2.1.1, 2.1.2 ...

 

 

Hinweise zum richtigen Zitieren

Jede wörtliche oder sinngemäße Übernahme von Gedanken aus anderen Werken muss als solche gekennzeichnet und nachprüfbar sein. Die genutzten Quellen sind in einer Fußnote (weniger üblich: als Endnote) an der Stelle der Arbeit anzugeben, an der sie zum ersten Mal erscheinen.

Zitate können auf zweierlei Weise realisiert werden: als direkte, wörtliche Zitate und als indirekte, inhaltliche Zitate.

Unbedingt beachten: Wörtliche Zitate werden durch Anführungszeichen hervorgehoben. Sie sind in der Originalfassung darzustellen, einschließlich eventueller Druckfehler und in der ursprünglichen Rechtschreibweise. Wird eine Quelle zitiert, die wiederum eine Quelle zitiert, also ein Zitat im Zitat, so kennzeichnet man das doppelt Zitierte in einfachen Anführungs- und Schlusszeichen innerhalb des Zitats: "(Zitat) '(Zitat im Zitat)' (Zitat)".

Indirektes Zitieren bedeutet die sinngemäße (nichtwörtliche) Übernahme von fremden Aussagen. Diese wird durch indirekte Rede oder einen entsprechenden Zusatz (z. B.: vgl. Simone Müller) gekennzeichnet.

Auslassungen, Veränderungen und Eingriffe sind in jedem Fall zu kennzeichnen!

 

Quellenbelege

 

Die einmal gewählte Form muss beibehalten werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Quellenbelegs, die meistens vorgegeben sind (bitte erkundigen Sie sich):

  • Der Erstbeleg wird bei der ersten Benutzung der Quelle angewandt und enthält in der Regel den Vornamen und Namen des Verfassers. Dann wird der vollständige Titel des Werks originalgetreu angegeben, ebenso der Untertitel, der Verlag, Erscheinungsort und -jahr. Ist der Erscheinungsort (oder das Erscheinungsjahr) nicht bekannt, schreibt man "o. O." - "ohne Ortsangabe" (bzw. o. J. - "ohne Jahr"). Seitenangabe bitte nicht vergessen!

  • Zitate, die einem Sammelwerk entnommen wurden, sind folgendermaßen anzugeben (Beispiel): Norbert Schmidt: Als ich dereinst zitierte. In: Hans Meier (Hrsg.): Zitieren ist sehr schön. München: Fink 1997, S. 193.

  • Zitate aus Zeitschriften: Name des Autors, Aufsatztitel, Zeitschriftentitel, Jahrgangs- und Bandnummer, Erscheinungsjahr und Seitenzahl.

  • Der Kurzbeleg: Wenn eine bereits vollständig angeführte Quellenangabe ein weiteres Mal zitiert wird, kann diese verkürzt werden. Man gibt dabei den Vornamen und Namen des Verfassers an, den Titel des Beitrags (oder anstelle des Titels das Erscheinungsjahr) und die Seitenzahl der zitierten Textstelle. Also folgendermaßen: Barbara Katze, Quellenbelege aller Art, S. 102. Oder: Barbara Katze, 1998, S. 102.

  • Der Kurzbeleg im Text nennt den Namen des Verfassers, das Erscheinungsjahr des Beitrags und die Seitenzahl (Barbara Katze, 1998, S. 102).

  • Der Belegverweis wird angewandt, wenn das Zitat aus der unmittelbar vorausgehenden Quelle auf derselben Seite zu finden ist. Man verwendet dabei folgende Abkürzungen: ebd./ebenda, an derselben Stelle oder loc. cit./loco citato (lat.: am oben genannten Ort) oder auch a. a. O./am angegebenen Ort.  

  • Internet-Zitierweise: Generell gilt, dass die übliche Reihenfolge – also Namen, Titel, Ort, Jahr – einzuhalten ist. Hier kommt noch die URL und das Abrufdatum dazu. 

 

Das Literaturverzeichnis

Ganz wichtig (!): Das Literaturverzeichnis muss unbedingt und ohne Ausnahme alle verwendeten Texte angeben.

  • Das Literaturverzeichnis wird unterteilt in Primärliteratur und Sekundärliteratur.

  • Der Familienname des Verfassers kann hervorgehoben werden (beispielsweise durch Fettdruck, Kapitälchen, Kursivschrift etc.). Um die alphabetische Einordnung zu erleichtern, wird der Familienname zuerst genannt und der Vorname durch ein Komma abgetrennt.

  • Vornamen können ausgeschrieben oder abgekürzt angegeben werden.

  • Bei bis zu 3 Verfassern werden alle namentlich angegeben und durch Kommas voneinander getrennt; wenn allerdings mehr als 3 Verfasser angegeben werden, kann man nur den ersten nennen und den Zusatz "et al." (lat.: et altera, dt.: und andere) anführen.

  • Das Erscheinungsjahr nach dem Verfasser oder am Schluss nennen.

 

Noch ein paar kleine Tipps (der letzte Schliff)

  • Stilfibel (von Ludwig Reimers, dtv, 1979) lesen, wie man einen guten Text schreibt (und/oder auch eine andere Quelle)

  • Auf präzise Wortwahl achten, Synonymlexikon benutzen (z. B. A. M. Textor: Sag es treffender, Rowolt, Reinbek, 1984)

  • Schachtelsätze und Füllwörter vermeiden

  • Text von Freunden oder anderen, die es gut mit einem meinen, lesen lassen (Lesbarkeit: Sind die Stilregeln eingehalten?)

  • Text stilistisch noch einmal überarbeiten (ggf. helfen lassen)

Natürlich ist es immer auch hilfreich, sich Bücher zum Thema "Wie verfasse ich eine wissenschaftliche Arbeit" durchzulesen.

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Georg Disterer: Studienarbeiten schreiben. Diplom-, Seminar- und Hausarbeiten in den Wirtschaftswissenschaften. Springer-Verlag. Berlin, Heidelberg 1998.

 

Lutz von Werder: Das kreative Schreiben von wissenschaftlichen Hausarbeiten und Referaten. Schibri-Verlag 2000


Grundsätzliche Infos sowie hilfreiche Tipps für das Planen einer Diplom-, Examens-, Fach- oder Hausarbeit finden Sie hier und Tipps für inhaltliche
Gestaltung und Layout
(äußere Darstellung)
sind hier zu finden.
Viel Erfolg!


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